Allgemeines

Sonntag, 26. Januar 2014

shake or bump

Das Händeschütteln ist in westlichen Ländern ein verbreitetes Ritual für die Begrüßung. Es ist aber auch bekannt, dass der Händedruck zur Begrüssung ein häufiger Übertragungsweg für Infektionen ist. Auch die in letzter Zeit in den Focus der Aufmerksamkeit geratene Händedesinfektion zur Vermeidung von Infektionen, ändert daran wenig. Häufig sind sich Menschen überhaupt nicht bewusst, dass sie Infektionsquellen wie Mund, Nase oder Taschentücher berührt haben. Die konsequente Vermeidung des Handschlags in der täglichen Praxis führt aber offensichtlich bei vielen Patienten zur Irritation.
Ob der Vorschlag aus dem Journal for Hospital Infection:
"Reducing pathogen transmission in a hospital setting. Handshake verses fist bump: a pilot study"
die Situation verbessert, kann ich nicht beurteilen. Es wird schwierig sein, den Patienten jenseits der 30 Jahre den "fist bump" näher zu bringen. Sicher ist aber, dass neben sorgfältiger Händereinigung, eine konsequente Vermeidung von Keimkontakt die Infektrate verringern kann.

Freitag, 11. Oktober 2013

Newsletter-Handbriefe

In einzelnen Beiträgen hatte ich die Handbriefe, unseren handchirurgischen Kurzinformationsbrief schon angesprochen. Ich finde sie viel zu gut, als dass sie immer nur auf unserer Klinik Webseite ihr Dasein fristen. Daher gibt es jetzt links einen direkten Link dorthin
Handbriefe
Bisher bearbeitete Themen:

>> Mukoidzyste - Weichteiltumor der Hand
>> Radiusköpfchenfrakturen
>> Chronische Instabilität im Distalen Radioulnargelenk (DRUG)
>> Angeborene Fehlbildungen
>> Seltene Nervenkompressionssyndrome
>> Lunatumnekrose ( 100 Jahre Morbus Kienböck)
>> Fehlverheilte Radiusfraktur und CRPS
>> Endoskopisch assistierte Dekompression des Nervus ulnaris
>> Dupuytrensche Erkrankung
>> Handgelenkarthrose
>> Die operative Therapie der Rhizarthrose
>> Akutes Kalksalzdepot der Hand
>> Injektionstherapie der Tendovaginosis stenosans
>> Skaphoidfraktur
>> Ulnokarpaler Komplex (TFCC)
>> Strecksehnenruptur (Hammerfinger, Mallet- Finger, Drop- Finger)

Viel Spass beim Lesen.

Sonntag, 31. Juli 2011

Handfunktion quantifizieren

Sowohl in der Diagnose der Handerkrankungen als auch im Verlauf der konservativen und/oder operativen Therapie ist es notwendig die Handfunktion zu erfassen und zu dokumentieren. Qualitative Kriterien wie: geschwollene Hand, wenig Gefühl, eingeschränkte Beweglichkeit, verminderte Kraft können zwar richtungsweisend sein, erlauben aber keine präzise Einordnung und auch keine Erfolgskontrolle.
Eine Quantifizierung der Handfunktion ist daher unerlässlich. Im Vordergrund der Quantifizierung stehen die Parameter: Kraft, Sensibilität, Schwellung und Beweglichkeit.
Im Begleitmanuskript Handfunktion (pdf, 476 KB) zum Seminar Rehabilitation der Handfunktion an der Universität Heidelberg sind die Messmethoden zur Quantifizierung der oben genannten Parameter übersichtlich zusammengefasst.
Sicher auch für Physio-und Ergotherapeuten interessant.

Freitag, 1. Juli 2011

Hand und Garten

Sommerzeit,Gartenarbeit,Handarbeit.
Die Arbeit im Garten kann ohne Frage eine ästhetische und befriedigende Tätigkeit sein. Da es sich aber um eine handwerklich Tätigkeit handelt, ist die Hand aber besonderen Gefahren ausgesetzt. Überlastungen der Muskulatur mit Schmerzen in HAnd, Untearm und Schulter oder Blasen und Schwielen an den Händen zählen zu den kleinen Problemen, da sie sich innerhalb von wenigen Tagen selbst lösen.
Wesentlich problematischer und häufig auch verkannt sind aber die vermeintlich kleinen Verletzungen, meistens Stichverletzungen durch Spitze Äste oder Dornen.Zur Vermeidung ist es sinnvoll feste Arbeitshandschuhe zu tragen.
Bei jeder auch kleinen Wunde besteht die Gefahr einer Wundstarrkrampf (Tetanus) infektion. Daher sollten alle Gartenarbeiter ihren Impfschutz regelmässig überprüfen.
Viele Verletzungen scheinen Bagatellverletzungen zu sein und werden daher ignoriert. Häufig führen die Stichverletzungen gerade mit Dornen zu Verletzungen der Beugesehenscheide oder der Gelenke. In diesen abgeschlossenen Hohlräumen finden die natürlichen Keime ideale Bedingungen um sich zu vermehren. Die Folge sind Infektionen, die unbehandelt zu schweren Funktionsstörungen an der Hand führen können.
Daher sollten Wunden an der Hand sofort gesäubert werden. Wenn Dornen oder Äste tief in die Hand eingedrungen sind, sollte die Wunde von einem erfahrenen Chirurgen angesehen und ggfs. revidiert werden.
Treten nach eine Verletzung Rötung, Schmerzen, Bewegungseinschränkung oder Gefühlsstörungen auf, dann sollte ein Handchirurg aufgesucht werden.

Dienstag, 22. Februar 2011

Warum zum Handchirurgen

Handchirurgie ist ein Fach, daß von verschiedenen Fachdisziplinen ausgeübt wird. Allgemeinchirurgen,Orthopäden, Unfallchirurgen sowie Plastische Chirurgen operieren an der Hand. Prof. Peter Brüser hat in einer aktuell in der Zeitschrift: Handchirurgie-Mikrochirurgie-Plastische Chirurgie erschienen Arbeit Link zum Artikeldie Komplikationshäufigkeit von handchirurgischen Eingriffen anhand der Auswertung der Behandlungsfehlerstatistik der Ärztekammer Nordrhein aus den Jahren 2004-2008 untersucht.
Die Fehlerquote bei Behandlungen an der Hand liegt mit 41,7 % deutlich über der allgemeinen Fehlerquote von 31,1 %.
Fachärzte ohne Zusatzweiterbildung in Handchirurgie haben ein Behandlungsfehlerquote von 44% mit Zusatzweiterbildung von 26 %. Diese Zahlen sind natürlich nicht auf alle Behandlungsfälle, sondern nur auf die von der Schlichtungsstelle begutachteten Fälle bezogen.
Auch wenn diese Zahlen je nach Sichtweise einen breiten Raum für Interpretationen lassen, so zeigen sie doch, dass die Operation durch einen dafür speziell ausgebildeten Arzt für den Patienten Vorteile bringen kann.

Handchirurgie

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