Dupuytren

Samstag, 23. Januar 2016

Operative Therapie bei Morbus Dupuytren

Die aktuellen Ausgabe der Zeitschrift:
Operative Orthopädie und Traunmatologie
widmet sich dem Thema :
"Operative Therapie beim Morbus Dupuytren"

Lesen sie hier die Einführung zum Thema von Peter Hahn und Frank Unglaub
einfuehrung-Dupuytren (pdf, 147 KB)

Dienstag, 30. März 2010

Dupuytren-Rezidiv

Die Dupuytrensche Erkrankung (Morbus Dupuytren) neigt zu Rezidiven. Es gibt derzeit keine Therapie, die Rezidive verhindern kann. Wenn operiert wird, ist die sorgfältige Operation in Blutleere und unter Lupenbrillenkontrolle, wenn sie vom erfahrenen Operateur vorgenommen wird, die sicherste Option, um Komplikationen zu vermeiden. Auch die postoperative Nachsorge mit sorgfältige Wundkontrolle und Krankengymnastik beeinflusst den Heilungsverlauf.
Viele sogenannte Frührezidive der Dupuytrenschen Kontraktur sind in Wahrheit Komplikationen der unzureichend durchgeführten Erstoperation.
In diesen Fällen wird versucht nach konservativer Vorbehandlung durch Revisionsoperationen die Beweglichkeit des Fingers wiederherzustellen.
Aber auch echte Rezidive stellen hohe Anforderungen an die Fähigkeiten des Operateurs, wie ich aus 20-jähriger Erfahrung mit Rezidiveingriffen weiss. Durch ein oder mehrere Voroperationen geschädigte Finger lassen sich nur mit äusserster Sorgfalt und Erfahrung in ihrer Funktion verbessern. Die Indikation zur Operation muss in Abhängigkeit vom Alter des Patienten, der Anzahl der Voroperationen, den funktionellen Erfordernissen des Patienten und vielen anderen Faktoren genau abgewogen werden.
Der Operateur muss auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Dies sind neben Lappenplastiken zur Defektdeckung auch Fertigkeiten in der Mikrochirurgie, um Nerven- oder Gefäßverletzungen reparieren zu können. Ein Operationsmikroskop sollte vorhanden sein und auch vom Operateur gehandhabt werden können.
Nach Rezidivoperationen bei Dupuytren ist die Nachsorge von immenser Bedeutung. Neben Krankengymnastik kommen Nachtlagerungsschienen aus orthoplastischem Material zum Einsatz. Wundkontrolle und sorgfältige Wundpflege sind essentiell.
Aber auch die aktive Rolle des Patienten darf nicht unterschätzt werden. Nur wenn der Patient sich über die schwere der Erkrankung sowie die Komplexizität von Operation und Nachbehandlung bewusst ist, führt die Therapie zum Erfolg.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Dupuytren-Nadelfasziotomie

Über die sogenannte Dupuytrensche Erkrankung (Morbus Dupuytren) wird viel geschrieben und geforscht. Siehe hierzu auch meine eigenen Beiträge an anderer Stelle:
Dupuytren auf Vulpius klinik.de
Handbrief über Dupuytren
Ganz ausführlich, aber leider nur käuflich zu erwerben:
Hahn, Reidel Duypuytren-Erkrankung in Orthopädie-Unfallchirurgie up2date Thieme Verlag
Wenn ich als "klassisch" ausgebildeter Handchirurg auch lange nicht an "alternative" Verfahren geglaubt habe, so hat sich meine Einstellung jetzt doch geändert.
Das Verfahren der perkutanen Nadelfasziotomie bei Dupuytrenscher Erkrankung scheint Sinn zu machen.
WIr müssen prinzipiell davon ausgehen, dass der Dupuytren nahezu immer rezidiviert, da erblich bedingt. Es scheint daher sinnvoll, in geeigneten Fällen die Stränge in örtlicher Betäubung mit der Nadel zu schwächen und dann aufzubrechen. Der Vorteil liegt in dem für den Patienten gegenüber einer operation geringen Aufwand. Die ersten Ergebnisse unserer Patienten sind sehr gut. Nach einem kleinen Eingriff von wenigen Minuten sind die Finger wieder gerade.
Die Indikation besteht derzeit in definierten Strängen hauptsächlich in der Hohlhand.
Ich werde bei Gelegenheit über meine Erfahrungen erneut berichten.
Was ich hiermit mache:
Heute 21.07.2010 haben wir bereits eine grosse Anzahl von Nadelfasziotomien gemacht. Die Ergebnisse sind wirklich gut. Eine gute Ergänzung der "klassischen" operativen Verfahren.

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